Lose your heart and come to your senses
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Aktuelles

Liebe Freunde,

es tut mir wirklich leid, dass ich meinen Blog so vernachlaessige. Werde versuchen das zu aendern, jawohl! Ich hatte ja versprochen von der Revolution zu berichten. Aeh, weiss nicht ob's wirklich eine wird, ehrlich gesagt. Naja schon, wenn endlich mal alles umgesetzt wuerde. Nur ist das, was ich zu sagen hab, nicht neu. Camus und Sartre uebersetzt in analytische Philosophie, ist das ne Revolution? Vielleicht.
Aber Leute, ich bin viel beschaeftigt. Zwei Jobs, kaum zu glauben. Beteilige mich an der guten Sache und foerdere die Verbreitung von Bio- und Fairtrade-Produkten. Und das ist meine message fuer heute, dem zweiten Tag der Fairtrade-Wochen: Unterstuetzt



Bis demnaechst, und das mein ich!

shop assistant & philosophy clerical assistant
Eve
7.3.06 16:54


Liebe Freunde,

ich bin erfreut sagen zu koennen, dass mein Kopf noch dran ist. Die schlechte Nachricht ist, dass ich immernoch nicht sicher sagen kann, ob das in absehbarer Zukunft auch so bleibt. Reine Naechstenliebe und Wohlwollen haben bisher verhindert, dass das Fallbeil die Revolution zunichte macht. Deshalb muss ich auch erstmal noch schweigen. Es waere zu heikel, jetzt schon eine detaillierte Skizze zu zeichnen. Naechste Woche kommt der naechste Test, ich muss meine Plaene im Seminar vorstellen. Wenn sie dort akzeptiert werden, mach ich sie publik und dann geht's los. Ich geb einen Tipp: Die klaren Ansagen weisen den Weg!
Ich danke fuer das Interesse und kann nur sagen, stay tuned!

psssssst, leise!
25.1.06 12:34


Hello my dears,

ein schneller Gruss nach langer Zeit, bevor es morgen offiziell wird und ich vielleicht fuer immer Schreibverbot bekommen werde. Oh je. Ich muss morgen mein Projekt verteidigen, was sage ich, meine Revolution. Und wer hat schon je eine Revolution erfolgreich verteidigt? Nein nein, sie wird niedergeschlagen werden, hoffentlich unblutig. Nur mein Herz wird brechen. Deshalb jetzt nochmal schnell hallo, solange ich noch halbwegs da bin. Geht's Euch allen gut, ja?
Sollte ich wider Erwarten morgen kein Schreibverbot bekommen, erklaer ich Euch auch mein Projekt. Es wird gross und gut werden, wenn es denn den Hafen verlassen darf.
Werte sind ein evolutionaeres Ueberbleibsel, habt ihr das schon gewusst?
Mehr bald, wenn ich darf.
Allerliebste Gruesse

Evel Knevel
18.1.06 18:15


Liebste Freunde,

hier eine kurze Meldung von der Insel! Alles prima soweit, habe ein wunderbares Zimmer mit sehr schoenem Blick ueber die Schornsteine Yorks und schrulligen Moebeln, ganz wie ich sie mag. Meine Mitbewohner sind auch der Burner, alle 19 und mit krassen Akzenten. Wird ne Weile dauern bis ich da voll durchsteige. Aber auch alle Seelen von Menschen, bisschen durchgeknallt und sehr um mich bemueht. Ich bin also bestens augehoben hier. Leider haben wir noch kein Telefon, aber hoffentlich bald. Bin sehr gespannt auf naechste Woche, wenn ich ander Uni alle und alles kennenlerne. Very exciting indeed. ich melde mich bald wieder und dann auch regelmaessiger, wird bestimmt viel zu berichten geben.
Euch das allerbeste, bis denn!
7.10.05 15:57


Liebe Freunde,

nach langer Dürreperiode hier nochmal etwas Denkfutter. Ich war am Wochenende bei einer wunderbaren Sartre Veranstaltung, die ordentlich input gegeben hat. Hier das Zitat, das mir mit am nähsten ging:

"Mit der Hoffnungslosigkeit beginnt der wahre Optimismus: der Optimismus dessen, der nichts erwartet, der weiß, daß er keinerlei Rechte hat und ihm nichts zukommt, der sich freut, auf sich allein zu zählen und allein zum Wohl aller zu handeln."

Das ist exactement meine Rede! Wenn ich auf die Ansagen verweisen darf, das genau meine ich, wenn ich sage, alles ist subjektiv und wir müssen (hier sind wir wieder bei Anakin) das Loslassen lernen. Wir haben nur eine kurze Zeit, und die größte Herausforderung ist, wie mir scheint, diese Zeit nicht unter den Scheffel irgendwelcher externer (!) Ideen zu stellen, von denen wir uns einen Sinn im Leben erhoffen. Nein, erfreuen wir uns doch einfach an unserer Subjektivität, an der Möglichkeit, aus unserem Leben zu machen, was wir machen wollen. Um mit Sartre zu sprechen: an der Möglichkeit, uns zu schaffen. Wir können einfach nur existieren, oder aber wir können ein Wesen schaffen. Nur müssen wir diese Verantwortung erstmal erkennen, dann anerkennen, dann das Beste draus machen.

Wie man dieser scheinbar grenzenlosen Subjektivität dennoch das Fundament für moralischen Objektivismus abgewinnen kann, erklär ich dann beim nächsten Mal.

noch ein kleines Bild:




Hm, wem fällt da eine gewisse Ähnlichkeit auf...?
13.9.05 21:23


Hallo liebe Freunde,

da schreibe ich soeben einen weiteren brillianten Beitrag zum Thema Star Wars und kriege es doch nicht gebacken, ihn zu bloggen! Und jetzt ist er weg.
Nun, was ich sage wollte ist Folgendes: Habe ja jetzt die Folgen IV, V und VI gesehen und, wie einige von Euch vielleicht erwartet haben, ich bin versöhnt. Denn ich wusste es, ja ich wusste es! Anakin konnte nicht auf einmal so bodenlos böse werden und die Liebe kann man nicht allein stehenlassen als etwas, das uns zu Bösem verleitet. Gut, vielleicht tut sie es manchmal, wenn wir übertreiben, wie in Anakins Fall, und wir sollten definitiv auch lernen, wie man loslässt. Und dennoch: Es ist die Liebe, die letztendlich die Welt rettet! Es ist die Liebe, die Luc an seinen Vater glauben lässt; es ist die Liebe, die Darth Vader die Welt retten lässt; es ist die Liebe und nicht die meditative Ausgeglichenheit! Yes! Meine Rede Leute, ich hab Euch ja auch die letzten Beiträge über ganz schön damit abgepumpt. Aber es muss einfach immer wieder betont werden, gerade jetzt, wo ich in Bierlaune bin. Nee, im Ernst. Ich hätte nicht gedacht, dass George Lucas diese Kehrtwende nach dem dritten Teil noch schafft, und umso glücklicher war ich. Anakin ist auch einfach zu schön um allein böse zu sein. Eins jedoch können wir uns merken: Dass man seine Leidenschaften durchaus auch zu zügeln wissen sollte. Wie gesagt, lose your heart and come to your senses...

In diesem Sinne, Euer versöhnter und n' bißchen angetrunkener Webel



Hallöchen?!
6.8.05 22:39


Liebe Freunde,

heute abend habe ich den dritten Teil von Star Wars gesehen, der mich in einige Reflexionen gestürzt hat. Die Frage ist, welcher der richtige Weg ist, der enthaltsame oder der emotionale. Vielleicht muss man dies nicht als entweder-oder Frage formulieren, aber so drängte es sich mir doch auf. Nehmen wir die Jedi, die ja die gute Seite der Macht verkörpern. Sie leben enthaltsam, sollen das, was sie zu sehr lieben, gehen lassen. Keine großen Emotionen also, wie sie der schöne Anakin seiner Mutter und seiner Gattin gegenüber empfindet. Denn diese Emotionen lenken ab von der Konzentration auf das Wesentliche. Folgen wir den Buddhisten, so führt diese Enthaltsamkeit ja zurück zum Eins-Sein mit allem, alles ist Liebe, allem können wir entsagen. Nichtsdestoweniger scheint mir dieses Entsagen nicht so wahnsinnig erstrebenswert. Ich will ja die großen Gefühle, Liebe, Schmerz dann wohl auch, Hass muss nicht sein, lässt sich aber glaube ich auch vermeiden. Und hier nun die entscheidende Frage: Warum vereinigen sich in Anakin die großen Gefühle der Liebe mit dem unersättlichen Streben nach Macht, nach Diktatur? Ist das alles ein Topf? Doch wohl nicht! Vernebeln die großen Gefühle den Verstand, die Konzentration? Und liegen die große Liebe und Machtstreben so eng beineinander? Ist die ersterbenswerte Liebe im Leben jene unpersonifizierte Liebe der Jedi? Ich möchte lieber die Leidenschaft des Anakin, ohne jedoch zum Diktator werden zu müssen. Ich weiß, man nennt mich liebevoll Oberfeldwebel, doch ich würde die Welt ja nie gewaltsam meinen Vorstellungen von gut und böse unterwerfen. Vielleicht predige ich gern rum, aber wenn mir mal jemand nicht zuhören will, zücke ich ja nicht gleich mein Schwert und metzel. Nee nee. Aber zurück zur eigentlichen Frage: Machen die großen Gefühle zwangsläufig blind, kommen die große Liebe und die Sucht nach Macht aus dem gleichen Topf? Muss ich ein Jedi werden, um ein guter Mensch zu sein? Ich will lieber Anakin, der für seine große Liebe auch mal Fehler macht und der besser, da alles verloren war, in der glühenden Lava gestorben wäre, als unter solchen Umständen zurückzukehren...



Aus solch einem Jungen kann doch kein Darth Vader werden. Jemand, der alles für seine große Liebe tut, kann doch kein so bodenlos schlechter Mensch werden. Helft mir raus aus diesem Dilemma, erklärt mir den Lauf der Dinge. Möge die Macht mit Euch sein.
8.6.05 02:41


Noch was Schönes zum Thema Reaktionen auf Kant:



Hallo? Oh no - Oh yes, finally! muss das heißen. Ohne Kant würden wir heute noch vorunshindümpeln, denkend wir müssen alles tun was Gott, der Großgrundbesitzer und der Wirtschaftsweise uns sagen. Aber nein: Bedient Euch mutig Eures eigenen Verstandes!
Jipiee!
2.6.05 13:44


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