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Zitatensammlung deluxe
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Liebe Freunde,
soeben erhielt ich diesen wunderbaren Auszug aus Henry Millers "Nexus", eingesendet von der lieben Suni (credits!!!). Back to the roots Leute, hier geht's darum, was wirklich zählt im Leben:
"Aber selbst wir, so verächtlich schwach wir auch sein mögen, spüren gelegentlich etwas von dieser wahren, selbstlosen Liebe. Wer von uns hat in seiner blinden Anbetung eines unerreichbaren Wesens nicht schon gesagt: "Was macht es, wenn sie nicht die meine wird! Die Hautsache ist, sie ist da, und ich kann sie für immer verehren und anbeten!" Und wenn eine so überschwengliche Stimmung auch nicht lange dauert, so steht doch der Liebende, der so denkt, auf festem Boden. Er hat einen Augenblick wahre Liebe erfahren. Keine andere Liebe, wie beglückend, wie dauerhaft sie auch sein mag, kann sich mit ihr vergleichen.
Wenn auch eine solche Liebe vergänglich ist, so kann man doch nicht sagen, daß wir etwas verloren haben. Der einzig mögliche Verlust - und wie gut weiß das jeder, der wirklich liebt - ist das Fehlen jener unvergänglichen Zuneigung, die uns der andere einflößt. Was für ein trüber Unglückstag, wenn der Liebende plötzlich merkt, daß er nicht mehr besessen, daß er sozusagen von seiner großen Liebe geheilt ist! Wenn er sie auch nur unbewußt für eine "Verrücktheit" hält. Das Gefühl der Erleichterung, das ein solches Erwachen zu Folge hat, kann uns in aller Aufrichtigkeit zu dem Glauben verleiten, wir hätten unsere Freiheit wiedergewonnen. Aber um welchen Preis! Was für eine erbärmliche Art der Freiheit! Ist es nicht ein Jammer, wieder mit alltäglichen Augen, mit alltäglicher Klugheit in die Welt zu blicken? Ist es nicht herzzerreißend, wenn man sich von bekannten und gewöhnlichen Menschen umgeben sieht? Ist es nicht erschreckend, wenn man denkt, daß man weiterleben muß, wie es so schön heißt, aber mit Steinen im Bauch und Kieseln im Mund? Wenn man Asche findet, nur Asche, wo sonst flammenden Sonnen waren, Wunder über Wunder, Herrlichkeit über Herrlichkeit, wie aus einem Zauberbrunnen ohne unser Zutun entstanden?
Wenn etwas wunderbar genannt zu werden verdient, ist es nicht Liebe? Welche andere Macht, welche andere geheimnisvolle Kraft kann einen solchen nicht wegzuleugnenden Glanz in unser Leben bringen?"
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Liebe Freunde,
hab gestern wieder etwas wunderbares zum Nachdenken gefunden. Folgendes ist entnommen von Max Frischs "Stiller":
"Man müsste denken können. Und man müsste sich ausdrücken können, so dass ihnen nichts anderes übrig bliebe als ihre Wahrheit.
Ich sehe bloß, dass es sogar mit der staatsbürgerlichen Freiheit, deren sie sich so rühmen, als wäre sie die Freiheit des Menschen schlechthin, in der Tat ziemlich faul ist, und ich kann mir ausrechnen, dass sie als ganzes Land, als Staat unter Staaten, genauso unfrei sind wie irgendein Kleiner unter Größeren, das ist nun einmal so, nur dank ihrer Unwichtigkeit (ihrer heutigen Geschichtslosigkeit) können sie sich selbst zuweilen in dem Anschein gefallen, unabhängig zu sein, und auch dank ihrer kaufmännischen Vernünftigkeit, die sie um des Handelns willens zwingt, höflich zu sein mit den Mächtigen, und wer gegen die Mächtigen, da er so wohl von ihnen lebt, nichts einzuwenden hat, wird sich immer frei und unabhängig fühlen.
Aber was hat das alles zu tun mit Freiheit? Ich sehe doch ihre Gesichter; sind sie frei? Und ihr Gang, allein ihr hässlicher Gang; ist das der Gang von freien Menschen? Und ihre Angst, ihre Angst vor der Zukunft, ihre Angst, eines Tages vielleicht arm zu sein, ihre Angst vor dem Leben, ihre Angst, ohne Lebensversicherung sterben zu müssen, ihre Angst allerenden, ihre Angst davor, dass die Welt sich verwandeln könnte, ihre geradezu panische Angst vor dem geistigen Wagnis - nein, sie sind nicht freier als ich, der ich hier auf dieser Pritsche hocke und weiß, dass der Schritt in die Freiheit (den keine Vorfahren uns abnehmen können) immerdar ein ungeheurer Schritt ist, ein Schritt, womit man alles verlässt, was bisher als sicherer Boden erschienen ist, und ein Schritt, den niemand, wenn ich einmal zu machen die Kraft habe, aufzuhalten vermag: nämlich den Schritt in den Glauben, alles andere ist nicht Freiheit, sondern Geschwätz."
Na?
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"In every life, no matter how full one's purse, there is tragedy. It is the one promise life always fulfills. Thus, happiness is a gift, and the trick is not to expect it, but to delight in it when it comes and to add to other people's store of it."
Charles Dickens
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"Es ist niemals zu spät, vernünftig und weise zu werden."
(Immanuel Kant)
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Alle Männer sind ichbezogene Kinder. (Christa Wolf)
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