Lose your heart and come to your senses
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Liebe Freunde,

heute abend habe ich den dritten Teil von Star Wars gesehen, der mich in einige Reflexionen gestürzt hat. Die Frage ist, welcher der richtige Weg ist, der enthaltsame oder der emotionale. Vielleicht muss man dies nicht als entweder-oder Frage formulieren, aber so drängte es sich mir doch auf. Nehmen wir die Jedi, die ja die gute Seite der Macht verkörpern. Sie leben enthaltsam, sollen das, was sie zu sehr lieben, gehen lassen. Keine großen Emotionen also, wie sie der schöne Anakin seiner Mutter und seiner Gattin gegenüber empfindet. Denn diese Emotionen lenken ab von der Konzentration auf das Wesentliche. Folgen wir den Buddhisten, so führt diese Enthaltsamkeit ja zurück zum Eins-Sein mit allem, alles ist Liebe, allem können wir entsagen. Nichtsdestoweniger scheint mir dieses Entsagen nicht so wahnsinnig erstrebenswert. Ich will ja die großen Gefühle, Liebe, Schmerz dann wohl auch, Hass muss nicht sein, lässt sich aber glaube ich auch vermeiden. Und hier nun die entscheidende Frage: Warum vereinigen sich in Anakin die großen Gefühle der Liebe mit dem unersättlichen Streben nach Macht, nach Diktatur? Ist das alles ein Topf? Doch wohl nicht! Vernebeln die großen Gefühle den Verstand, die Konzentration? Und liegen die große Liebe und Machtstreben so eng beineinander? Ist die ersterbenswerte Liebe im Leben jene unpersonifizierte Liebe der Jedi? Ich möchte lieber die Leidenschaft des Anakin, ohne jedoch zum Diktator werden zu müssen. Ich weiß, man nennt mich liebevoll Oberfeldwebel, doch ich würde die Welt ja nie gewaltsam meinen Vorstellungen von gut und böse unterwerfen. Vielleicht predige ich gern rum, aber wenn mir mal jemand nicht zuhören will, zücke ich ja nicht gleich mein Schwert und metzel. Nee nee. Aber zurück zur eigentlichen Frage: Machen die großen Gefühle zwangsläufig blind, kommen die große Liebe und die Sucht nach Macht aus dem gleichen Topf? Muss ich ein Jedi werden, um ein guter Mensch zu sein? Ich will lieber Anakin, der für seine große Liebe auch mal Fehler macht und der besser, da alles verloren war, in der glühenden Lava gestorben wäre, als unter solchen Umständen zurückzukehren...



Aus solch einem Jungen kann doch kein Darth Vader werden. Jemand, der alles für seine große Liebe tut, kann doch kein so bodenlos schlechter Mensch werden. Helft mir raus aus diesem Dilemma, erklärt mir den Lauf der Dinge. Möge die Macht mit Euch sein.
8.6.05 02:41


"In every life, no matter how full one's purse, there is tragedy. It is the one promise life always fulfills. Thus, happiness is a gift, and the trick is not to expect it, but to delight in it when it comes and to add to other people's store of it."
Charles Dickens
7.6.05 13:54


Noch was Schönes zum Thema Reaktionen auf Kant:



Hallo? Oh no - Oh yes, finally! muss das heißen. Ohne Kant würden wir heute noch vorunshindümpeln, denkend wir müssen alles tun was Gott, der Großgrundbesitzer und der Wirtschaftsweise uns sagen. Aber nein: Bedient Euch mutig Eures eigenen Verstandes!
Jipiee!
2.6.05 13:44


Habe heute eine äußerst schockierende Entdeckung gemacht:



Was sind das für Menschen, die sowas anziehen? Was denken sie sich dabei? Denken sie überhaupt? Sachen gibt's...

1.6.05 13:24


"Es ist niemals zu spät, vernünftig und weise zu werden."
(Immanuel Kant)
27.5.05 15:07


Klare Ansage Nr.3:
Wenn man was so toll findet, dass man glaubt, eigentlich müsste jeder das toll finden und jedem würde es besser gehen, wenn er das toll finden würde, dann kann man so vorgehen: Biete deíne Meinungen deinem Nächsten an, wie ein Stück Kuchen quasi. So wahrt man den nötigen Respekt und gibt dem anderen nicht das Gefühl ein Oyo zu sein, nur weil er dies bisher noch nicht toll gefunden hat bzw. auch nicht toll finden wird. Denn bei Dingen, die man toll findet, gibt's ja kein richtig oder falsch. Also: auch wenn euer Gesprächspartner die für euch tollste Sache der Welt nicht in seinen persönlichen Wertekatalog aufnimmt, so ist das ok!
27.5.05 14:49


Klare Ansage Nr.2:
Nun haben wir erörtert, dass Menschen oft unterschiedlich empfinden, dass das nunmal so ist und weder verändert werden müsste noch könnte. Da mag man sich nun fragen, wie denn die angemessene Reaktion auf die Konfrontation mit einem Nicht-Gleichgesinnten aussieht. Ganz einfach: drüber reden, mit Respekt und Geduld, klare Ansage Nr.1 im Kopf haben plus möglicht den Willen, zu einer gütlichen Einigung zu kommen. Always remember: es gibt nur eine objektive Regel, nämlich das Verbot des Aufwingens von Meinungen.
27.5.05 14:27


Klare Ansage Nr.1:
Was euch gefällt, ihr cool oder beschissen, anregend oder abtörnend findet, ist von subjektiver Natur. Will heißen: Ihr mögt das so finden, könnt aber von niemandem verlangen, das auch finden zu müssen. Stattdessen kann man sich freuen, wenn man jemanden gefunden hat, der die Dinge genauso sieht wie man selbst. Also: alles subjektiv bis auf die Tatsache, dass man kein Recht hat, einem anderen seine Meinung aufzuzwingen. Das ist die alleinige objective rule sozusagen. Alter Tobak? Warum dann, frage ich, haben es so viele immer noch nicht gepeilt?
Also, hier die klare Ansage: Freut euch wenn jemand empfindet wie ihr, haltet Klappe und böse Gedanken wenn dem nicht so ist!
27.5.05 14:20


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